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Der deutsche "Q"

Martin S. (50) über die Werkstatt des BND.

Der deutsche

Mehr Künstler als Handwerker

„Eigentlich habe ich meinen Traumjob“, sagt Martin S. Der gelernte Maschinenschlosser kam Ende der 80er Jahre zum BND und hat auch nach 30 Jahren den Spaß am Bauen und Basteln nicht verloren.

Inzwischen ist er „Fachgebietsleiter Werkstätten“ – in der freien Wirtschaft wäre er ein Meister.

„Es ist das Ideal eines jeden Bastlers und Technikbegeisterten, seine Arbeit praktisch mit einem leeren Blatt Papier anzufangen. Und genau das kann ich hier“, betont S.

Er habe die Freiheit, Dinge ganz neu zu entwickeln. Vorlagen hat und braucht er nicht. Er hat Phantasie, sehr viel Geschick und vor allem Erfahrung: „Häufig sind wir mehr Künstler als Handwerker.“

Unikate in Serie

Die Produkte sind Unikate – Blaupausen gibt es nicht. Angeben kann er damit leider nicht, denn von seiner Kunst erfährt so gut wie niemand – nur der Kunde, in diesem Fall also die operativ eingesetzten Kolleg*innen. Er ist für die sogenannten „Verbringungsmittel“ verantwortlich. Das sind mal große, mal sehr kleine Gegenstände, in denen man Dinge transportieren kann, die kein anderer finden soll. Dem Erfindungsreichtum sind dabei praktisch keine Grenzen gesetzt.

Quelle: maxamillion/stock.adobe.com CNC

„Digitalisierung heißt auch, dass man nie sicher sein kann, welche Spuren man selbst hinterlässt oder was der Gegner sieht und hört. Deshalb haben klassische Tarnmittel immer noch Konjunktur“, erklärt der Fachmann.

Im Reich von Martin S. findet man klassische Werkbänke neben hochmodernen 3-D-Druckern und CNC-Fräsen, man findet einen Raum voller Nähmaschinen und ein gut bestücktes Stoff- und Lederlager.

Während man sich normalerweise im Handwerk auf ein Gebiet spezialisiert und somit beschränkt, lernt man im Werkstatt-Team des BND im Laufe der Jahre praktisch alles.

Ungeduldige Operateure

Vor allem aber braucht man Geduld. Denn viele Arbeitsschritte in der Werkstatt gehen nur per Hand. Sorgfalt und Genauigkeit haben oberste Priorität. Der kleinste Fehler könnte später auffallen und die Kolleginnen und Kollegen in eine gefährliche Situation bringen. „Wir haben hier eine sehr große Verantwortung“, sagt S.

Kein Produkt verlässt die Werkstatt ohne Gebrauchsanleitung. „Es ist wichtig, dass die Kunden den Gebrauch vor dem ersten Einsatz mehrfach üben“, betont S.

Hier seien die Operateure – ähnlich wie James Bond in Qs Werkstatt – manchmal etwas ungeduldig. Im Ernstfall bleiben jedoch manchmal nur wenige Sekunden, um Unterlagen verschwinden zu lassen, ohne dass es jemand merkt.

Dann muss jeder Handgriff sitzen.

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