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Organisierte Kriminalität

Quelle: Name des Urhebers / stock.adobe.com

Organisierte Kriminalität (OK) ist nicht nur für Polizeibehörden und den Verfassungsschutz ein Thema. Auch der Bundesnachrichtendienst befasst sich mit dem organisierten Verbrechen.

Der Fokus des BND liegt jedoch nicht auf der Aufklärung von OK-Strukturen in Deutschland. Als zuständiger Dienst für das Ausland beobachtet er, wie genau sich Kriminelle zum Beispiel über Staatsgrenzen hinweg organisieren oder welchen Einfluss sie auf ausländische Regierungen nehmen.


Vielzahl unterschiedlicher Deliktfelder

Das Wesen der OK ist die planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder zusammengenommen von erheblicher Bedeutung sind. Angefangen von bandenmäßigem Betrug, über den Schmuggel von Drogen bis hin zur Wirtschaftskriminalität und Finanzierung von Terrorgruppen umfasst die OK eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Deliktfelder. Zum Teil greifen diese auch ineinander.

So betrachtet der BND beispielsweise den internationalen Rauschgifthandel gleich aus mehreren Gründen:

Drogenkartelle können mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen zu politischen Einflussfaktoren werden, die die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik einkalkulieren muss. Darüber hinaus werden mit dem Rauschgifthandel erwirtschaftete Gewinne „gewaschen“ und als legale Investitionen getarnt in sichere Anlageländer transferiert.

Geldwäsche ist für viele transnationale OK-Strukturen Teil ihres Geschäftsmodells und der attraktive Wirtschaftsstandort Deutschland ein beliebtes Zielland der „gewaschenen“ Gelder. Entsprechend hoch ist das deutsche Interesse, die dahinterstehenden Strukturen schon im Vorfeld - sprich im Ausland - aufzudecken.


BND klärt OK-Strukturen im Ausland auf

Deshalb informiert der Bundesnachrichtendienst die Bundesregierung über Strukturen, Ziele, Akteure und Methoden der OK und klärt die komplexen, transnational organisierten Netzwerke mit Verbindungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf.

In Fällen, in denen die öffentliche Sicherheit in Deutschland betroffen ist, erlauben Ausnahmetatbestände vom Trennungsgebot auch Kooperationen mit den deutschen Polizeibehörden, die die OK dann auf nationaler Ebene aufklären und bekämpfen.




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