Navigation und Service

Internationaler Terrorismus

Foto: © picture alliance / dpa (Fotograf: Mikhail Voskresenskiy)

Der internationale Terrorismus stellt Sicherheitsbehörden vor wachsende Herausforderungen. An Megatrends wie Globalisierung und Digitalisierung haben sich auch Terrorgruppen wie der sogenannte Islamische Staat angepasst, der mit neuen Strategien versucht, weltweit Unterstützer zu werben.

Der Bundesnachrichtendienst übernimmt im Konzert der deutschen Sicherheitsbehörden die Aufgabe, Terrornetzwerke im Ausland aufzuklären.

 

Gräben zwischen Sunna und Schia vertiefen sich


Terrorgruppen verfolgen zwar unterschiedliche politische, ideologische oder religiöse Ziele, doch sie ähneln sich in ihrer gefährlichen Gewaltstrategie. Und sie alle setzen auf den gleichen psychologischen Effekt: Angst und Schrecken zu verbreiten. In einer vernetzten globalen Welt kann der Terror zudem schnell vom Ausland ins Inland transportiert werden.

Die zurzeit gefährlichste Terrorgruppe ist der sogenannte Islamische Staat (IS). Der BND geht davon aus, dass der IS auch nach dem Verlust seiner Territorien in Irak und Syrien aktiv bleibt. Zudem verschaffen die durch den IS noch weiter vertieften Gräben zwischen Sunniten und Schiiten dem islamistisch motivierten Terrorismus zusätzlichen Nährboden.


Bedrohungslage nach wie vor ernst


Europa und damit auch Deutschland stehen seit vielen Jahren im Fokus des internationalen islamistisch motivierten Terrorismus. Nach Anschlägen wie in Madrid, London, Paris, Brüssel, Istanbul, Barcelona und auch Berlin ist die Bedrohungslage nach wie vor ernst. Terroristen suchen sich zunehmend so genannte „weiche“ Ziele, das heißt es stehen nicht mehr nur symbolträchtige Orte und Gebäude im Zielspektrum, sondern Menschenansammlungen jeder Art.

Ein hundertprozentiger Schutz ist praktisch unmöglich. Insbesondere radikalisierte Einzeltäter, die sich nicht innerhalb eines Netzwerkes bewegen, sind im Vorfeld nur schwer zu identifizieren. Gleichzeitig richtet sich die islamistische Propaganda inzwischen gezielt an solche Personen.


Enger Austausch der deutschen Sicherheitsbehörden


Die deutschen Sicherheitsbehörden arbeiten daher eng zusammen, um Informationen auszutauschen und Anschläge zu verhindern. Aufgabe des Bundesnachrichtendienstes ist es, Gefahren aus dem Ausland möglichst frühzeitig zu erkennen und beispielsweise aus Syrien nach Deutschland zurückkehrende Gefährder zu identifizieren.

Zur Prävention von Terrorakten hat der BND auch seine Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, sei es in der westlichen Hemisphäre oder in den Krisengebieten, intensiviert. Im Fall eines Anschlags nutzen wir diese Verbindungen auch, um die Strafverfolgung der Hintermänner zu unterstützen und so weitere Straftaten zu vereiteln.

Wichtig ist, dass terroristische Propaganda als solche enttarnt wird. Dazu brauchen wir informierte und aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger. Nutzen Sie diese Seite, um mehr über die Hintergründe des internationalen Terrorismus zu lernen.